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Luchs (Lynx lynx) auf Streifzug

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Video von: jodlmar (youtube), Upload am 6. September 2007

Originalkommentar: Im Nationalpark Bayerischer Wald läuft derzeit ein spannendes Luchs-Projekt. Durch modernste Satelliten-Navigation und Mobilfunktechnik sollen neue Einblicke in das Leben der Tiere gewonnen werden. Zu dem Projekt wurde ein Website "www.luchserleben.de" eingerichtet.

Inhalt: Ein Luchs läuft durch den Nationalpark Bayerischer Wald und findet ein totes Tier, das er zum Verzehr zwischen die Zähne nimmt und davonträgt.

Erläuterung: Das Beutespektrum umfasst praktisch alle im jeweiligen Lebensraum vorhandenen kleinen und mittelgroßen Säuger und Vögel. So zählen unter anderem Rotfüchse, Marder, Wildschweine, Mäuse und Murmeltiere zu den von Luchsen geschlagenen Beutetieren. Kleine und mittelgroße Huftiere mit einem Gewicht von 20 bis 25 Kilogramm stellen jedoch die bevorzugte Beute dar. Damit werden zumindest in Mitteleuropa Rehe am häufigsten geschlagen. Sie machen häufig mehr als 80 Prozent des Beutespektrums aus. Andere Tierarten sind dagegen im Verhältnis zu ihrem Vorkommen unterrepräsentiert.

In den Alpen dominieren im Beutespektrum Reheund Gämsen. Im Bayerischen Wald spielen neben Rehen auch Rothirschkälber und Feldhasen eine wichtige Rolle. Von 102 dort aufgefundenen Beutetieren des Luchses fanden sich neben 71 Rehen 17 Rothirsche, 8 Hasen, 3 Wildschweine und 3 Füchse. Bei Wildschweinen sind es meist Jungtiere, die ihm zum Opfer fallen. Ausgewachsene Wildschweine sind zu wehrhaft, um als Beutetier für den Luchs in Frage zu kommen. In dem an Füchsen reichen Schweizer Jura machen Füchse mehr als 10 Prozent des Beutespektrums des Eurasischen Luchses aus. In der Taiga jagt der Luchs dagegen vor allem Schneehasen und Raufußhühner.

Der Luchs lebt als Einzelgänger, der vor allem in der Dämmerung und nachts jagt. In der Regel ruhen Luchse während des Tages in ihren Verstecken. Während der Ranzzeit kann man auch am Tage aktive Luchse beobachten.

Der Eurasische Luchs ist ein Überraschungs- oder Lauerjäger, der seine Beute vor allem an regelmäßig begangenen Wildwechseln schlägt. Die Jagd erfolgt nach Katzenart durch Auflauern oder Anschleichen mit abschließendem Anspringen, beziehungsweise einem Kurzspurt von meist unter 20 Meter Länge. Bei diesen Kurzsprints kann der Luchs eine Geschwindigkeit von fast 70 km/h erreichen. Die Hinterbeine, deren Länge die der Vorderbeine übertrifft, begünstigen dabei ein schnelles Zusprinten auf die Beute. Die Jagdbeute wird durch einen gezielten Biss in die Kehle erstickt. Entkommt ihm die Beute bei einem solchen Angriff, wird das Beutetier bestenfalls über eine kurze Strecke verfolgt. Der Luchs versteckt die unzerlegte Beute mitunter unter Ästen und Blättern. Zu ihren Rissen kehren Luchse in der Regel mehrfach zurück. Sie nehmen dabei pro Nacht zwischen 1 und 2,7 Kilogramm Fleisch auf. Der Nahrungsbedarf an reinem Fleisch liegt für einen 25 Kilogramm schweren Eurasischen Luchs bei etwa 1,1 Kilogramm.


Quelle: Seite „Eurasischer Luchs“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 10. November 2010, 04:52 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Eurasischer_Luchs&oldid=81330975 (Abgerufen: 15. November 2010, 18:08 UTC)



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