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Skorpionsfliege (Panorpa communis) - Paarung

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Video von: supernovajeany (youtube), Upload am 5. Juli 2010


Originalkommentar: Die beiden Geschlechter lassen sich sehr gut von einander unterscheiden. Das Weibchen besitzt eine leicht nach oben gerichtete Legeröhre. Die männliche Fliege jedoch ein zangenartiges Begattungsorgan. Dieses ist, wie bei einem Skorpionsstachel, nach oben gekrümmt. Vor der Paarung balzt das Männchen mit abgespreiztem und in die Höhe gestrecktem Begattungsorgan. Die Balz dauert in der Regel sehr lang. Das Männchen nähert sich Flügel schlagend und mit zitternden Bewegungen dem Weibchen. Nach einigen "Fluchtversuchen" des Weibchen(es flüchtet kurz und nähert sich dem Männchen dann wieder), bekommt es vom Männchen, so es sich denn für dieses entscheidet, ein "Hochzeitsgeschenk" überreicht. Ein Nahrungsbröckchen oder auch ein eiweißhaltiges Sekrettröpfchen, welches das Männchen aus seinen Speicheldrüsen ausscheiden kann. Während der Paarung verzehrt das Weibchen das "Hochzeitsgeschenk". Die Paarung an sich kann gut zwei Stunden dauern. Je nach dem wie groß das "Geschenk" ist. Die Weibchen beurteilen die Männchen nach der Menge der Nahrungsabgabe. Das heißt, je mehr Nahrung um so fitter der Mann, um so besser die Gene.

Inhalt: Die hier beobachtete Paarung der Skorpionsfliegen erfolgte laut Video-Angaben am 5. Juli 2010.

Erläuterung: Um die Weibchen anzulocken, balzen die Männchen mit abgespreiztem und in die Höhe gestrecktem Genitalsegment. Hierbei wird, wie bei anderen Panorpa-Arten, eine Genitaltasche ausgestülpt und mit den Flügeln gefächelt, es werden jedoch keine Pheromone freigesetzt. Die Lokalisierung der Männchen durch die Weibchen erfolgt also rein optisch. Der Verpaarung mit einem angelockten Weibchen geht meist eine lange Balz voraus, bei der sich das Männchen mit Flügelschlagen und zitternden Bewegungen des Hinterleibes dem Weibchen nähert. Dieses reagiert darauf zunächst abwartend und dann mit einer kurzen Flucht. Ist das Weibchen paarungswillig, bewegt es sich anschließend wieder lockend in die Nähe des Männchens, woraufhin das Männchen sich wieder annähert. Dieses Verhalten wiederholt sich mehrfach, bis das Männchen dem Weibchen ein „Hochzeitsgeschenk“ überreicht. Dies kann ein Nahrungsbröckchen oder ein eiweißhaltiges Sekrettröpfchen sein, welches das Männchen aus seinen Speicheldrüsen ausscheiden kann. Das Weibchen beginnt das Nahrungsgeschenk zu verzehren. In der Zeit ergreift das Männchen mit seinem zangenartigen Begattungsorgan den Hinterleib des Weibchens. Die Kopulation erfolgt in einer V-Stellung und wird oft mehrfach wiederholt. Die Paarung kann sich bis zu zwei Stunden hinziehen, abhängig von der Menge an Nahrungsgeschenken, die das Männchen dem Weibchen übergeben kann. Danach beurteilt das Weibchen das Männchen. Gut genährte Männchen, die viele Sekrettröpfchen absondern können, können sich länger paaren und ihre Gene erfolgreicher weitergeben als schwächere Männchen. Unter Umständen kann es vorkommen, dass einem Männchen ein Kopulationsversuch ohne „Hochzeitsgeschenk“ gelingt. In diesen Fällen sind die Kopulationen jedoch in der Regel sehr kurz (15–30 Minuten), da die Weibchen ihren Kopulationspartner oft abschütteln.

Quelle: Seite „Gemeine Skorpionsfliege“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 27. September 2010, 15:01 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gemeine_Skorpionsfliege&oldid=79614828 (Abgerufen: 10. November 2010, 20:18 UTC)



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